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9 (1851) Der Alterthümler
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Durch Ihre Reihen hin reit' ichWie durch das Gras der Au'n,

Nie scheut ein edler Norman» sichBor Hochlands Knechten, traun!"

Hörst du das wohl, Neffe?" sagte Oldbuck;du stehst,daß deine gälischen Vorfahren bei den Kriegern des Nieder-lands in jener Zeit nicht in besonderm Rufe standen."

Ich höre," sagte Hektar,von einem närrischen altenWeibe ein närrisches altes Lied singen. Es wundert mich,Oheim, daß Sie, der Sie Osstan's Gesänge von Sclma nichthören wollen, an solchem Zeug Gefallen finden können- Ichgestehe, noch nie hört ich eine schlechtere Pfennigballadc.Schwerlich würden Sie eine ähnliche im Dorrathe eines Hau-strerS hier im Lande finden. Ich würbe mich des Gedankensschämen, daß die Ehre der Hochlande durch solches elendeGewäsch verletzt werden könne." Bei diesen Worten warfer den Kopf in die Höhe und nahm eine möglichst hochmü-thige Miene an.

Die Alte hatte offenbar ihre Stimmen vernommen, dennfie hörte auf zu singen und rief:Nur herein, meine Herren wer's gut meint, bleibt nie vor der Schwelle stehn."

Sie traten hinein und fanden zu ihrem Staunen Elsbethganz allein, gleich einem Geist am Herde sitzend, ähnlich derPcrsonification des Alters im Jägerliede von der Eule*),runzelig, welk, elend, trübäugig und bleich.

Alle find ausgegangen," sagte fie, als jene eintraten;wollt Ihr Euch aber ein bischen hinsctzen, so wird schon Je-mand kommen. Habt Ihr Geschäfte mit meiner Schwieger-tochter oder mit meinem Sohn, nun, die werden bald da

6) S. MrS. Grnnt über den hochländische» Aberglauben, Bd. II.S- 2kl>.