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9 (1851) Der Alterthümler
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sein Staunen, und er fuhr fort, seine Abhandlung mit ver-nehmlicher Stimme zu lesen, höchst erfreut, einen geduldigenund, wie er sich schmeichelte, theilnehmenden Zuhörer gefun-den zu haben.

Quickensbog scheint ursprünglich seinen Namen von einerPflanze, Quicken, wie wir auf schottisch das 1'riticum re-pen8 des I-immeus benennen, erhalten zu haben, und sodannvon dem gewöhnlichen, englischen, einsilbigen Bog, worun-ter, nach gemeiner Redeweise, ein Sumpf oder Morast, latei-nisch pslu8, zu verstehen ist. Jndcß mag es wohl die allzuraschen Freunde naheliegender etymologischer Ableitungen ver-wirren, wenn sie hören, daß jene Pflanze, welche auch Hunde-gras heißt, oder in der Kunstsprache, triticum repeim lün-naei, in einem Umkreise von einer halben Viertelstunde umdieses Schloß oder diese Bergfeste gar nicht wächst, da dieWälle derselben vielmehr mit kurzem grünem Rasen bekleidetsind; und daß man ferner einen Bog, Sumpf oder pslim innoch größerer Entfernung suchen muß, indem der nächste der,eine gute Viertelstunde entlegene, Gird-the-Mear ist. Dieletzte Silbe, Bog, ist daher natürlich nur das verdorbenesächsische Burgh, welches wir auf verschiedene Weise verändertfinden, als: Burrow, Brough, Brust, Buff und Bost, wel-ches letztere sich dem in Frage stehenden Laute sehr nähert.Denn angenommen, daß das Wort ursprünglich Borgh hieß,welches ächt sächsisch ist, so wird mittelst einer geringen Ver-änderung, wie sie die modernen Organe nur zu oft mit altenWörtern vornehmen, zuerst Bogh entstehen, und dann, elms», oder je nachdem der Kehllaut hervorgchoben oder unter-drückt wird, gemäß dem gemeinen Sprachgebrauch, werden Sieentweder Bost oder Bog bekommen. Das Wort QuickenSverlangt auf gleiche Weise verändert zu werden, denn es ist

Alterthümler. III. 6