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9 (1851) Der Alterthümler
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sie können, mit dem Tuch vor den Augen, zu Hause sitzen, wennsie einen Freund verloren; aber Unsereiner muß wieder an dicAr-beit, sollt' uns das Herz dabei auch schlagen, wie mein Hammer."

Ohne weiter auf Oldbuck zu achten, fuhr er in seiner Arbeitfort; aber der Alterthümler, dem die Aeußerung der menschlichenNatur unter dem Einflüsse aufgeregter Leidenschaft nie gleichgil-tig war, blieb ihm in stummer Aufmerksamkeit zur Seite stehn,als beobachte er das Fortschreiten der Arbeit. Er betrachtetemehr als einmal des Mannes harte Züge, als dieser, wie ausGewohnheit, den Schall von Säge und Hammer nach her-gebrachter Weise mit Pfeifen und Summen zu begleiten strebte;aber ebenso oft zeigte ein krampfhaftes Zucken, daß ihm, eheder Ton heraus war, die Ursache einfiel, warum er ihn unter-drücken müsse. Als er endlich einen großen Riß ausgebesserthatte und einen zweiten vornehmen wollte, schien ihm seinGefühl die zur Arbeit nöthige Aufmerksamkeit völlig zu rau-ben. Das Stück Holz, welches er aüfnageln wollte, war erstzu lang; dann sägte er es wieder zu kurz; und ein dritteswollte eben so wenig zum Zwecke passen. Endlich warf er eSzornig weg, und rief, indem er sich das feuchte Auge mit zittern-der Hand wischte:Auf mir, oder auf dem alten schwarzen Booteruht ein Fluch! Ich Hab' es oft auf's Trockene herauf gezogenund so manches Jahr ausgebessert und geflickt, damit es zuletztmeinen armen Steenie ertrinken lassen sollte, ei, so sei es ver-dammt!" dabei warf er den Hammer gegen das Boot, als war'es die willkürliche Ursache seines Mißgeschicks gewesen. Dannbesann er sich jedoch und setzte hinzu:Aber was sollt' ich zornigdarauf sein, da es doch weder Seele noch Verstand hat? Frei-lich geht es mir selbst kaum besser. Es ist ein altes, morsches,zusammengenageltes Ding, dem Wind und Wellen mitgespielthaben und ich bin ein alter Kerl, von schlechtem Wetter zu