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9 (1851) Der Alterthümler
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o, Ihr müßt Euch besinnen, was bei der schrecklichen Unter-redung vorfiel!"

Weib, du beschwurst die Wahrheit dessen auf das Evan-gelium, was du jetzt abläugnest."

»Ich that es, und würde einen noch heiligere Eid gelei-stet haben, wenn cs einen gegeben hätte Ich würde dasBlut meines Leibes und die Schuld meines Innern nicht ge-schont haben, um dem Hause Glenallan zu dienen."

Elende! nennst du den schrecklichen Meineid, von nochfürchterlichern Folgen begleitet nennst du das einen Dienst,den du dem Hause deiner Wohlthäter geleistet hättest?"

Ich diente ihr, die damals das Oberhaupt von Glenallanwar, weil sie verlangte, ich solle ihr dienen. Die Sache ge-hörte vor Gott und ihr Gewissen die Handlung habe ichvor Gott zu vertreten. Sie ist schon zur Rechenschaft gegan-gen und ich werde folgen Hab' ich Euch Alles gesagt?"

Nein," antwortete Graf Glenallan;du hast noch mehrensagen. Du hast mir noch von dem Tode des Engels zu berichten,den dein Meineid zur Verzweiflung trieb, weil sie sich von einemso abscheulichen Verbrechen befleckt glaubte Rede Wahrheit!war das schreckliche war das schreckliche Ereigniß" kaum ver-mochte er die Worte auszusprechenwar es so, wie es berichtetward ? Oder war es eine fernere, wenn auch nicht so schrecklicheHandlung der Grausamkeit, die von Andern angestiftet wurde?"

Ich versteh' Euch," sagte ElSbeth.Aber das Gerüchtsprach wahr. Unser falsches Zeugniß war freilich die Ursache, aberdie That war ihr eignes Werk der Verzweiflung. Bei jener furcht-baren Entdeckung, als Ihr aus dem Zimmer der Gräfin stürztet,Euer Pferd satteltet und das Schloß mit Blitzesschnelle verließt,wußte die Gräfin noch nichts von Eurer geheimen Vermählung; siehatte noch nichts von der Verbindung erfahren, zu deren Verhin-