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sprechen; da er aber, als Glenallan eintrat, aufgestandenund auch stehn geblieben war, so warf er sich nun wiedermürrisch auf einen Stuhl und blieb in der finstern Weiseeines Menschen fitzen, der entschlossen ist, sein Wort zu halten-
Die alte Frau jedoch, die in diesem Augenblicke all' dieüberlegene Scelenstärke wiedercrlangt zu haben schien, wo-mit sie einst in hohem Grade begabt gewesen, stand auf, nä-herte sich ihm und sagte mit feierlicher Stimme: „Mein Sohn,so gewiß du dich scheuen magst, die Schande deiner Muttermit anzuhören — so gewiß du nicht Zeuge ihrer Schuld seinwillst — so gewiß du ihren Segen zu verdienen und ihrenFluch zu vermeiden hoffst: befehle ich dir, bei dem Leibe, derdich trug und dich ernährte, mich frei mit Lord Geraldin spre-chen zu lassen, was keines Menschen Ohr, außer das seine,hören soll. Gehorche meinen Worten, damit du, wenn ihrmein Haupt in die Grube legt — und o, daß der Tag schongekommen wäre! — dich dieser Stunde erinnern kannst, ohnedir vorwerfen zu müssen, daß du dem letzten Gebot, dasdeine Mutter dir auf Erden gab, ungehorsam gewesen!"
Die Ausdrücke dieses feierlichen Geheißes erweckten in demHerzen des Fischers den zur Gewohnheit gewordenen Gehor-sam wieder, in welchem seine Mutter ihn erzogen hatte, unddem er sich auch stets ohne Weiteres zu fügen pflegte, solange sie noch all' ihre Kräfte besaß. Auch mischte sich dieErinnerung mit dem vorherschenden Gefühle des Augenblicks;denn während er nach dem Bett' hinblickte, auf dem derLeichnam gelegen hatte, murmelte er leise: „Er war mirnie ungehorsam, mochte Ursache vorhanden sein, oder nicht;warum sollte ich sie betrüben?" Darauf nahm er seine wi-derstrebende Gattin am Arm, führte sie sanft aus der Hütteund schloß, als sie draußen waren, die Thür hinter sich zu.