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9 (1851) Der Alterthümler
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Oldbuck, der, vorzüglich wenn sie persönlich beisammen waren,trotz ihrer häufigen Meinungsverschiedenheit, keinen gewöhnli-chen Einfluß aus seine Gesinnungen ausübte. In der Thatfühlte der Baronet, was er freilich nicht gern eingestanden ha-ben würde, daß sich sein Geist vor dem des Antiquars beugenmüsse. Er achtete ihn als klugen, scharfsinnigen, sarkastischenCharakter, fürchtete seine Satire, und hatte einiges Vertrauenzu seinen im Allgemeinen gesunden Ansichten. Er blickte da-her auf ihn, als wünsche er Erlaubniß, seiner Leichtgläubig-keit Gehör geben zu dürfen. DoustcrSwivel sah, er sei in Ge-fahr, seinen Narren zu verlieren, wenn er nicht auf den Rath-geber einen günstigen Eindruck machen könnte-

Ich weiß, mein guter Mr. Oldenbuck, daß es vergeblicheMühe ist. Ihnen etwas von dem Geist und Kobold zu sagen.Aber betrachten Sie dieses merkwürdige Horn; ich weiß rechtgut, daß Sie die Merkwürdigkeiten aller Länder kennen, undwie das große Oldenburger Horn, welches man noch im Mu-seum zu Kopenhagen aufbewahrt, dem Herzog von Oldenburgvon einem weiblichen Waldgeist gegeben wurde. Nun könnteich Ihnen ia keine Posse vormachen, wenn ich auch wollte, daSie alle Merkwürdigkeiten so gut kennen, und hier haben Siedas Horn voll Münzen vor sich ja, wär' es eine Büchseoder Schachtel gewesen, so wollt' ich gar nichts sagen."

Da es ein Horn ist," sagte Oldbuck,so bekräftigt esallerdings Ihre Behauptung. Es ist ein Gefäß, welches dieNatur allein bildete, und daher war es bei rohen Völkernsehr im Gebrauch, obwohl das sinnbildliche Horn noch häufi-ger Vorkommen mochte, im Verhältniß, als die Civilisationfortschritt. Und dies gegenwärtige Horn," fuhr er fort, in-dem er es auf dem Aermel rieb,ist eine merkwürdige undehrwürdige Reliquie und sollte ohne Zweifel für irgend Je-