er den Leidenden fragte: „wie gefällt dir das Feuer, das meineKohle» anzündeten?" Die Kraft der Bewegung, welche bei sei-nen Brüdern das Entsetzen aufhob, schien bei Martin durch dieEnergie seines Muthcs wieder hergestellt zu sein. Errichtete sichselbst auf dem Karren empor, zog die Brauen zusammen und schüt-telte die geballte Faust gegen das Gespenst mit einem schrecklichenBlicke voll Haß und Trotz- Der Kobold verschwand mit seinemgewöhnlichen entsetzlichen und schallenden Lachen, und ließ Mar-tin von seiner heftigen Anstrengung gänzlich erschöpft zurück.
Die erschrockenen Brüder lenkten ihren Karren nach denThürmen eines Klosters, welche sich aus einem Fichtenwaldeseitwärts von dem Wege erhoben- Sie wurden freundlich voneinem barfüßigen und langbärtigen Kapuciner empfangen, undMartin lebte nur noch so lange, um die erste Beichte seit demTage seines unverhofften Glückes abzulegen und Absolutionvon dem nämlichen Priester zu empfangen, den er, genau andiesem Tage vor drei Jahren, ans der Kirche zu Morgenbrodhatte sagen helfen. Die drei Jahre seines gefährlichen Glückessollen in geheimnißvoller Uebereinstimmung mit der Zahl seinerGange nach jenem gespenstischen Feuer gestanden haben.
Der Leib Martin Waldeck's ward in dem Kloster, wo er starb,begraben, und seine Brüder, die sich in den Orden aufnehmenließen, lebten und starben daselbst unter Vollbringung von Wer-ken der Liebe und Andacht. Seine Ländereien, an welche Niemandeinen Anspruch machte, lagen wüste, bis sie der Kaiser als ver-fallenes Lehen wieder zurück nahm, und die Ruinen des Schlosses,welches Waldeck nach seinem Namen benannt hatte, sind vomBergmann und Jäger noch immer als Aufenthalt böser Geistergefürchtet. Dies war das Unglück, welches auf voreilig er-worbenen und übel angewendeten Reichthum folgte, wie csdas Schicksal Martin Waldeck's darthut.