Druckschrift 
9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
166
Einzelbild herunterladen
 

166

überzeugt bist, daß dich die Aussicht auf Unabhängigkeit nichtauf andere Gedanken bringen kann"-

Nein, nein, Miß 's ist eben, weil ich jetzt weit unab-hängiger bin," antwortete der alte Man»;ich verlange inkeinem Hause mehr, als eine Mahlzeit, und wenn's auch nurei» Mundvoll ist; wird mir's au einem Orte abgeschlagen,so geh' ich zu einem andern auf diese Art kann ich nichtsage», daß ich von einer besondern Person abhängig wäre,sondern nur vom ganzen Lande."

Nun gut, versprich mir dann wenigstens, daß du es michwissen lassen willst, wenn du dich im Alter fest niederzulassenwünschest, sobald du deine gewöhnlichen Runden nicht mehrgut machen kannst; unterdessen nimm dies."

Nein, nein, Lady; ich nehme nicht viel Geld auf einmal,das ist gegen unsre Regel und wenn's auch vielleichtnicht höflich ist, dergleichen wieder zu sagen aber es heißt,bei Sir Arthur sei das Geld auch rar, er habe sich verrechnetmit seinen Blei- und Kupferwerkcn."

Isabelle hatte wohl selbst schon dergleichen besorgt, erschrakaber doch, als sie hörte, daß ihres Vaters Verlegenheiten so zumStoff des öffentlichen Gesprächs geworden waren; als ob dieLästersucht je verfehlte, einen so angenehmen Gegenstand zuergreifen, wie die Mißgriffe des wacker» Mannes, der Ver-fall des Mächtigen oder das Herunterkommen des Glücklichenist. Miß Wardour seufzte tief.Nun, Edie, wir haben ge-nug, um unsre Schulden zu be.zMen, laß die Leute sagen,was sie wollen, und dich zu belohnen ist unsre Hauptschuld laß dir dieses Geld nicht umsonst anbieten."

Daß ich einmal unterwegs irgendwo beraubt und ermor-det würde? Oder, was noch schlimmer, daß ich dergleichenbeständig fürchten müßte? Ich bin nicht" (hier dämpfte er