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9 (1851) Der Alterthümler
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und das ihres Vaters demselben Manne, dem sie vor allenandern am wenigsten verpflichtet z» sein wünschte, weil siekaum im Stande war, auch nur ganz gewöhnliche Dankbar-keit gegen ihn auszusprechen, ohne zugleich Hoffnungen auf-zumnntern, die für beide nachtheilig sein konnten.Warumließ mich mein Schicksal solche Wohlthaten empfangen, undverband dieselben mit so viel persönlicher Gefahr für denSpender, da ich die schwärmerische Leidenschaft desselben dochso unablässig zu entmuthigen suchte? Warum mußte ihm derZufall diesen Vortheil über mich einräumend und warum, owarum freut sich ein halbunterdrücktes Gefühl in meinem Busen,trotz meiner nüchternen Vernunft, daß er diesen Vortheil errang ?"

Während sich Miß Wardonr so eines kindischen Wankel-muths beschuldigte, sah diese in der Allee nicht ihren jünger»und gefürchteter» Beschützer, sondern den alten Bettler her-ankommen, der in dem Melodrama des vorigen Abends eineso bedeutende Rolle gespielt hatte.

Sie klingelte ihrem Mädchen.Bring' den alten Mannherauf."

Die Magd kam nach wenigen Minuten zurück.Er willdurchaus nicht kommen, Miß Wardonr; er sagt, seine bena-gelten Schuhe hätten noch nie einen Teppich betreten, undsollten dies auch, mit Gottes Willen, nie thun. Soll ichihn in die Gesindestube führen?"

Nein; wart', ich muß mit ihm sprechen. Wo ist er?"denn sobald er sich dem Hanse näherte, hatte sie ihn aus denAugen verloren.

Er sitzt in der Sonne auf der Steinbank im Hofe, nebendem Fenster der Unterstube."

Heiß' ihn dort bleiben. Ich werde in die Stube gehnund mit ihm am Fenster sprechen."