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9 (1851) Der Alterthümler
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und Gewerbtreibenden, eine Reise durch das Reich zn machen,und ihr Geschäft eine Zeitlang in einer der bedeutendsten Städtezu treiben, bevor sie sich endlich für ihre Lebenszeit fest nieder-ließen. Dies war eine weise Sitte; denn da solche Reisende injeder Stadt von ihren Kunstgenoffen wie Brüder empfangenwurden, so waren ihnen für jeden Fall die Mittel gesichert, wei-tere Kenntnisse zu erlangen oder zu verbreiten. Als mein Ahn-herr nach Nürnberg zurückkehrte, sagt man, fand er seinen altenMeister kürzlich gestorben und einige junge Bewerber, halbver-hungerte Herrchen von Adel, welche derJungfrau" Berthanachstellten, weil sie gehört hatten, ihr Vater habe ihr eineMitgift hinterlassen, welche wohl sechzehn Ahnen aufwiegenkonnte. Aber Bertha, die kein ganz verächtliches Weibsbildwar, hatte ein Gelübde gethan, sie wolle blos den Mannheirathen, der ihres Vaters Presse zn handhaben verstehe.Diese Kunst war zn jener Zeit eben so selten als bewun-dernswert!). Diese Erklärung befreite sie auch schnell vonden meisten ihrer adeligen Bewerber, die wohl eben soleicht mit einem Zaubcrstabe, als mit einem Prcßbengel hät-ten umgehen können. Einige der mindergeschicktcn Typogra-phen machten nun den Versuch; aber keiner besaß das Ge-heimniß vollkommen doch, ich langweile Sie!"

Keineswegs; bitte, fahren Sie fort, Mr. Oldbuck; ichhöre mit ungemeiner Theilnahme zn."

Ach, 's ist lauter Thvrheit; indeß, Aldobrand kam inseiner gewöhnlichen Kleidung an, in der Tracht eines wandern-den Buchdruckers, wie wir sagen würden, derselben, in welcherer Deutschland durchreist und mit Luther, Melanchthon, Eras-mus und andern gelehrten Männern gesprochen hatte, die seineKenntnisse und das Geschick, mit welchem er jene in Anwendungbrachte, hochachteten, obwohl sie unter einer schlichten Hülle ver-