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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
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stand dadurch, daß er den ersten Schritt zur Versöhnung that.Ein- oder zweimal jedoch trug cs sich zu, daß der aristokratischeStolz des ahnenreichen Ritters für das Selbstgefühl des Ab-kömmlings eines der ersten gerühmten Typographen sich gar zubeleidigend zeigte. In diesen Fällen hätte der Bruch zwischenbeiden Sonderlingen wohl unheilbar werden können, wärendie freundlichen Bemühungen und die Vermittelung der TochterdcS Baronets, Miß Jsabclla Wardonr, nicht gewesen, welchenebst einem Sohne, der jetzt in fremden Kriegsdiensten abwesendwar, seine Familie ausmachtc. Sie wußte sehr gut, wie nvth-wendig Mr. Oldbuck für die Unterhaltung und Freude ihresVaters war, und selten unterließ sie, die einflußreiche Vermitt-lerin zu machen, sobald dies die Umstände erforderten, wenndurch die satyrische Schlauheit des Einen, oder durch das ange-maßte Uebergewicht des Andern ein Streit entstanden war.Unter Jsabellens freundlichem Zuspruche vergaß ihr Vater dieBeleidigung der Königin Maria, und Mr. Oldbuck verzieh dieLästerung, welche König Wilhelm's Andenken befleckte. Da slejedoch bei solchen Streitigkeiten gern ihres Vaters Partei nahm,so war Oldbuck gewohnt, Isabellen seine schöne Feindin zu nen-nen, obwohl er sie in der That höher stellte, als jede andre ihresGeschlechts, von welchem er, wie wir sahen, kein Bewunderer war.

Noch Etwas war vorhanden, was diese Würdigen verbandund auf beiden Seiten bald einen abstoßenden, bald einenanziehenden Einfluß auf ihr gutes Vernehmen übte. SirArthur wünschte stets zu borgen, und Mr. Oldbuck hattenicht immer Lust zu leihen. Im Gegentheil, Mr. Oldbuckwünschte stets mit Pünktlichkeit wieder bezahlt zu werden; SirArthur war nicht immer, oder vielmehr nicht oft im Stande,diesen vernünftigen Wunsch zu befriedigen; wenn dann zweiso ganz widersprechende Tendenzen in Einklang gebracht wer-