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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
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in's Schauspiel zu gehen, sondern auch seine Damen mitzu-nehmen. Aber der alte Jacob Caxon brachte keine Nachricht,welche einen so wichtigen Schritt, wie die Bestellung einerLoge, nöthig gemacht hätte.

Im Gegcntheil brachte er die Nachricht, daß sich ein jungerMann in Fairport aufhalte, aus dem die Stadt (darunterverstand er all' die Gevattern, welche, aus Mangel an eignenGeschäften, ihre Zeit damit ausfüllen, daß sie anderer LeuteAngelegenheiten beobachten,) nicht klug werden könne. Er be-suchte keine Gesellschaft, sondern vermied sie vielmehr, obwohlsein offenbar vornehmes Benehmen, so wie das Gefühl derNeugier so manchen veranlaßte, ihn zu besuchen. Nichtskonnte regelmäßiger und einem Abenteurer unangemessenersein, als seine Lebensweise, welche zwar einfach, aber so wohlgeordnet war, daß Alle, die etwas mit ihm zu thun hatten,sein Lob laut und einstimmig verbreiteten.

Das sind nicht die Tugenden eines Bühnenhelden, dachteOldbuck bei sich; und wie hartnäckig er auch in seinen einmal ge-faßten Meinungen war, so hätte er doch die in gegenwärtigemFalle angenommene aufgeben müssen, wenn Caxon seiner Mit-theilung nicht noch etwas beigefügt hätte.Der junge Herr," sagteer, »spricht manchmal mit sich selber, und lärmt in seinem Zim-mer umher, gerade, als ob er zu dem Schauspielervolk gehörte."

Es trat indeß, außer diesem einzigen Umstande, nichts ein,was Mr. Oldbuck's Meinung bestätigen konnte, und es bliebimmer eine wichtige, bedenkliche Frage, was ein gebildeter jungerMann ohne Freunde, Verbindungen und Geschäfte in Fairport zuthun haben könne. Weder Portwein noch Whist hatte dem An-schein nach Reiz für ihn. Er lehnte cs ab, am Tische der Freiwil-ligenschaar, die sich kürzlich hier organistrt hatte, Thcil zu neh-men, und vermied alle die Festlichkeiten der beiden Parteien, inANerthümler. I. 5