ihrer Wohnung hinabzusteigen, ohne entweder selbst kopfüberhinunter zu stürzen, oder einen der zahlreichen Artikel hinabzu-wcrfen, welche, zu beiden Seiten der Treppe gehäuft, andeu-teten, welches Gewerbe die Bewohnerin unten trieb.
Der geschriebene Zettel, welcher, auf einem hervorragen-den Brette festgenagelt, verkündigte, daß die Qncensferry Dili-gence präcis zwölf Uhr, Dienstag den 15 . Juli 17 —, abgchenwerde, um den Reisenden Gelegenheit zu geben, mit derFluth-zcit den Firth passiven zu können, log diesmal wie ein Bulletin;denn obwohl die besagte Stunde bereits auf dem Thurme St.Giles' geschlagen hatte und von den andern Thürmen wieder-holt worden war, so erschien doch noch keine Kutsche an der bc-zeichnctcn Stelle- Freilich waren erst zwei Karten gelöst wor-den, und vielleicht hatte die Dame der unterirdischen Behausungein Einverständniß mit ihrem Automedon, daß er in solchenFällen ein wenig Zeit zugcbc, um wo möglich die leeren Plätzenoch füllen zu können; — oder besagter Automedon hatte auchwohl einem Leichenbcgängniß bcigcwohnt, und wurde nun auf-gehalten, weil er nothwendigerweise erst den schwarzen Trauer-schmuck von seinem Fuhrwerke abnehmen mußte — oder erhatte erst noch ein wichtiges Geschäft mit seinem Bekannten,dem Hausknechte abznmachcn — oder — kurz, er erschien nicht.
Der junge Herr, welcher ungeduldig zu werden begann,erhielt jetzt einen Gefährten in dieser kleinen Unannehmlichkeitdes menschliche» Lebens — nämlich den Mann, der den zweitenPlatz gemiethet hatte. Wer eine Reise antrcten will, unterschei-det sich gewöhnlich leicht von seinen Mitbürgern. Die Stiefeln,der Ueberrock, der Regenschirm, das kleine Päckchen in der Hand,der Hut, tief über die entschlossenen Brauen herabgedrückt, derfeste und wichtige Schritt, die kurzen Antworten auf die Grüßemüßiger Bekannten, — alles dies sind Merkmale, durch welche