Vorwort.
Das vorliegende Werk vollendet eine Reihe erdichteter Erzäh-lungen, welche die Sitten Schottlands in drei verschiedenenPerioden schildern sollten. Waverley umfaßt das Zeitalterunserer Väter, Guy Mannering das unserer eigenen Ju-gend, und der Alterthümler gehört dem letzten Jahrzehentdes achtzehnten Jahrhunderts an. Ich habe, vorzüglich zuden beiden letzten Erzählungen, meine Hauptpersonen in der-jenigen Klasse der Gesellschaft gesucht, welche den Einfluß derallgemeinen Politur, wodurch die Sitten verschiedener Völkereinander ähnlich werden, am letzten fühlt. In dieselbe Klasseverlegte ich einige der Scenen, in denen ich bemüht war, dieWirkung der höhern und mächtigern Leidenschaften zu schil-dern; theils deßhalb, weil die niedern Stände minder von derGewohnheit, ihre Gefühle zu unterdrücken, beherrscht sind, theilsweil ich meinem Freunde Wordswvrth darin beistimme, daßsie selten ermangeln, diese Gefühle in der stärksten und mäch-tigsten Sprache auszudrücken. Dies ist, wie ich glaube, be-sonders mit den Landleuten meiner eigenen Heimat der Fall,einer Volksklaffe, mit welcher ich lange in vertraulichem Um-gänge lebte. Die alte Kraft und Einfachheit ihrer Sprache,welche oft etwas von der orientalischen Beredtsamkeit der Bi-bel hat, wenigstens im Munde der Gebildeten; von ihnen, gibtihrem Schmerz etwas Pathetisches, und ihrem Zorne Würde.
Ich ließ es mir angelegener sein, die Sitten genau zuschildern, als eine kunstreiche, verwickelte Erzählung zu schaf-Allerthümlcr. I. 1