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Außer dem Wunsche, die Gräfin zu bewegen, ihre Reiseruhig fortzusetzen, beabsichtigte Varney noch eine Unterredungohne Zeugen mit Lambourne, den er jeden Augenblick erwartete.Er kannte den entschlossenen, blutgierigen und habsüchtigenCharakter dieses Mannes, und hielt ihn für das beste Werk-zeug, welches er zu seinen weiteren Plänen anwenden könne.Doch hatten sie schon zehn Meilen von ihrer Reise zurückge-legt, als er erst den eiligen Hufschlag eines Pferdes hintersich hörte und von Michael Lambourne eingeholt wurde.
Aufgebracht über seine Abwesenheit, empfing Varney denausschweifenden Diener mit einem bitteren Vorwurfe. „Be-trunkener Schurke!" sagte er, „Deine Nachlässigkeit und aus-schweifende Tollheit werden Dich bald an den Galgen brin-gen, und mir liegt nichts daran, wie bald cs geschieht."
Lambourne warnicht bloß durch den Wein, sondern auch durchdie vertraute Unterredung mit dem Grafen und durch das Geheim-niß, in dessen Besitz er sich gesetzt, zu sehr aufgeregt, um diesenVorwurf mit seiner gewohnten Demuth ertragen zu können.Er würde keine Scheltworte von dem besten Ritter hinnehmcn,der je Sporen getragen, sagte er. Graf Leicester habe ihnin wichtigen Angelegenheiten zurückgehalten, und das sei ge-nug für Barney, der selber nur ein Diener sei, wie er.
Varney war nicht wenig erstaunt über diese ungewohnteFrechheit, schrieb sie aber seiner Betrunkenheit zu, that, alsachte er nicht darauf, und begann Lambourne auszusorschen,ob er wohl bereit sei, dem Grafen von Leicester ein Hinder-niß aus dem Wege zu räumen, welches ihn in den Standsetzen würde, seinen treuen Diener auf's höchste zu belohnen.Als Michael Lambourne nicht zu verstehen schien, was ermeinte, bezeichnte er die Ladung der Sänfte als das Hinder-niß, von dem er befreit zu sein wünsche.