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düngen zur Zeit bei der Qual verloren gingen, die sein hoch-müt-iger Geist bei den unbedeutenden Beleidigungen und stu-dirtcn Vernachlässigungen empfand, denen er unterworfen war.Doch als er sich am Abend auf seine Zimmer begab, fiel ihmdie schöne Haarlocke in die Hände, womit Emma's Brief zu-gebunden gewesen war, und vermöge dieses Gegenmittelswurde sein Herz zu edleren und natürlicheren Gefühlen erweckt.Er küßte sie tausend Mal, und während er sich erinnerte,daß es noch immer in seiner Macht stehe, den an jenem Tageerfahrenen Kränkungen auszuweichen, und sich in eine wür-dige, ja fürstliche Zurückgezogenheit mit der schönen und ge-liebten Lebensgefährtin zu begeben, fühlte er, daß er sich überdie Rache erheben könne, welche Elisabeth an ihm zu nehmensich Herabgelaffen hatte.
Am folgenden Tage zeigte daher das Benehmen des Gra-fen so viel würdevollen Gleichmuth — er schien für die Be-quemlichkeit und Unterhaltung seiner Gäste so besorgt, dochso unbekümmert um das persönliche Benehmen gegen ihn —so respectvoll zurückhaltend gegen die Königin, doch so gedul-dig bei ihrem geäußerten Mißfallen, daß Elisabeth ihr Be-nehmen gegen ihn änderte, und, obgleich kalt und fremd, dochaushörte, ihn geradezu zu kränken. Sie bemerkte auch miteiniger Schärfe gegen Andere, die sie umgaben und sich ihrdurch ihr nachlässiges Benehmen gegen den Grafen gefälligzu machen glaubten, daß sie, so lange sie in Kenilworth ver-weilten, ihm die Höflichkeit erweisen müßten, welche Gästedem Herrn des Schlosses schuldig wären. Kurz, die Sachenhatten sich in vierundzwanzig Stunden so sehr geändert, daßeinige von den erfahrensten und scharfsichtigsten Hoflcuten dieWahrscheinlichkeit voraussahen, daß Leicester die Gunst derKönigin wieder erlangen werde, und ihr Benehmen gegen ihn