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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Nun, beim Himmel!" Mylord, Eure Unverschämtheit über-schreitet alle Grenzen! Doch es soll Euch nichts helfen.Heda, Mylords! kommt Alle näher und hört die Neuigkeit:Mylord von Leicester'S geheime Heirath hat mich eines Gat-ten und England eines Königs beraubt. Seine Herrlichkeithat einen patriarchalischen Geschmack, ein Weib zur Zeitist ihm nicht genug, und er hat Uns die Ehre seiner linkenHand zugetheilt. Ist cs nicht zu unverschämt, daß ich ihmnicht einige Zeichen der Hofgunst konnte zu Thcil werden las-sen, ohne daß er glaubte, meine Hand und Krone stehen zuseiner Verfügung? Ihr aber denkt besser von mir, und ichkann diesen ehrgeizigen Mann nur bemitleiden, wie ein Kind,in dessen Händen eine Seifenblase zerplatzt ist- Wir gehen inden Audienzsaal. Mylord von Leicester, Wir befehlen Euch,in Unserer unmittelbaren Nähe zu bleiben."

In der Halle herrschte lebhafte Erwartung, und es tratein allgemeines Erstaunen ein, als die Königin zu den Um-stehenden sagte:Die Festlichkeiten zu Kenilworth sind nochnicht zu Ende, meine Herren und Damen, Wir wollen dieHochzeit Unseres edlen WirtheS feiern."

Hier folgte ein allgemeiner Ausbruch des Erstaunens.

Bei Unserm königlichen Worte! cs ist wahr," sagte dieKönigin;er hat dies selbst vor Uns geheim gehalten, umUns an diesem Orte und zu dieser Zeit damit zu überraschen.Ich sehe, daß Ihr fast vor Neugierde vergeht, die glücklicheGattin zu kennen, es ist Emma Robsart, dieselbe, welche indem gestrigen Festspiele als die Gattin seines Dieners Var-ney auftrat."

Um Gotteswillen, gnädigste Frau," sagte der Graf, in-dem er sich ihr mit Schaam und Demuth näherte, und soleise sprach, daß ihn sonst Niemand hören konnte,nehmt