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Pläne gegen das Leben der Gräfin gewilligt zu haben. DasBewußtsein dessen aber lag ihm in dem Augenblicke am mei-sten am Herzen, und obgleich er sich auf den Widerruf ver-ließ, den er ihm durch Lambourne geschickt, war es seine Ab-sicht, sich in Person nach Cumnor Place zu begeben, sobalddie Königin es ihm gestatte, denn er glaubte, sie werde Ke-nilworth sogleich verlassen.
Aber der Graf hatte die Rechnung ohne den Wirth ge-macht. Zwar war seine Gegenwart und Unterhaltung seinereinst so parteiischen Gebieterin sehr zuwider; da sich die Kö-nigin aber auf keine andere Weise rächen konnte und bemerkte,daß sie ihrem falschen Verehrer durch diese Fragen großeQual verursache, so verweilte sie deshalb dabei, und achtetedie Qual nicht, die sie selber dabei empfand.
Endlich gab der stolze Lord zu erkennen, daß seine Ge-duld ausgehe. „Gnädigste Frau," sagte er, „ich bin sehr zutadeln gewesen, — mehr, als Ihr es in Eurer gerechten Racheausgesprochen habt. Aber erlaubt mir zu sagen, daß wennmeine Schuld auch unverzeihlich war, ich doch große Veran-lassung dazu hatte, und wenn Schönheit und herablassendeWürde ein schwaches menschliches Herz zu verlocken vermögen,ich Beide als Ursachen angeben kann, Ihrer Majestät diesesGeheimniß vorenthalten zu haben "
Die Königin wurde bei dieser Antwort, welche Lcicesterihr absichtlich so crtheilte, daß sie sonst Niemand hörte, so be-troffen, daß sie einen Augenblick schwieg, und der Graf dieKühnheit hatte, seinen Vortheil zu benutzen: „Ihre Majestät,die mir so viel verziehen haben, werden entschuldigen, wennich diese Ausdrücke Ihrer königlichen Gnade anempfehle, welchegestern nur als ein geringes Vergehen betrachtet wurden."
Die Königin blickte ihn fest an, während sie erwiderte: