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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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so mächtige Wirkung auf Leicester habe Hervorbringen können,waren Fragen, die er nicht zu beantworten vermochte.

Doch der Brief selber war mächrtg genug, um noch wun-derbarere Wirkungen hervorzubringen. ES war derselbe, den dieunglückliche Emma an ihren Gemahl geschrieben hatte, undworin sie die Gründe, sowie die Art und Werse ihrer Fluchtaus Cumnor Place angab, ihn benachrichtigte, daß sie nachKenilworth geflohen sei, von ihm Schutz zu erhalten, die Um-stände erwähnte, die sie genöthigt, in Tressilians Zimmer Zu-flucht zu suchen, und ihn dringend bat, ihr ohne Aufschub einenpassenderen Zufluchtsort anzuweiicn- Der Brief schloß mit denlebhaftesten Versicherungen ihrer Liebe und Unierwü'sigkeit inallen Dingen, besonders hinsichtlich ihrer Lage und ihres Aufent-haltsortes, indem sie ihn nur beschwor, nicht unier die Auf-sicht Varney's gestellt zu werden.

Als Leicester den Brief durchgelesen hatte, fiel ihm derselbeaus der Hand.Tressilian," sagte er,nehmt mein Schwertund durchbohrt mir das Herz, wie ich eben bei Euch thunwollte."

Mylord," sagte Tressilian,Ihr habt mir großes Un-recht gethan; doch eine Stimme in meinem Herzen flüstertemir beständig zu, daß ein großer Jrrthum Euch dazu veran-lasse."

In der That war es ein großer Jrrthum," sagte Leice-ster, indem er ihm den Brief eindändigte;man hat mich zudem Glauben gebracht, daß ein Mann von Ehre ein Schurkesei, und das beste und reinste Wesen eine falsche und unge-treue Dirne. Elender Bube, wie kommt dieser Brief erstjetzt an mill,, und warum hat der Ueberbringer ihn so langezurückbehalten?"

Ich wage es Euch nicht zu sagen, Mylord," sagte der