wandet. Ihr wißt, mit welcher Lebhaftigkeit er mir hinsicht-lich dieser Dame zugesetzt hat, und sein Zweck war nur, Euchzu dem Geständniß dieser höchst unglücklichen Heirath, wie ichnicht umhin kann, sie zu nennen, mit Gewalt zu treiben,welche Absicht Mylady ebenfalls hat."
Leicester lächelte erzwungen. „Du meinst es gut, SirRichard, und würdest, glaube ich, Deine eigene Ehre, sowieauch die jeder andern Person opfern, um mich von dem zu-rückzuhalten, was Du einen schrecklichen Schritt nennst. Aberbedenke —" diese Worte sprach er mit finsterem Ausdruckeund großer Bestimmtheit, — „bedenke, daß Du von derGräfin von Leicester redest."
„Das thue ich, Mylord," sagte Varney; „doch geschiehtcs zum Wähle des Grafen von Leicester. Meine Geschichte istnoch nicht zu Ende- Ich glaube fest, daß dieser Tresfilianfortwährend mit Ihrer Herrlichkeit der Gräfin im Einverständ-nisse gewesen ist "
„Du redest im Wahnsinn, Varney, und hast das nüchterneGesicht eines Predigers. Wo, oder wie konnten sie mit ein-ander zusammenkommen?"
„Mylord," sagte Varney, »unglücklicherweise kann ichdas nur zu deutlich beweisen. Kurz vorher, che die Bitt-schrift an die Königin cingercicht wurde, begegnete mir Tres-silian zu meinem äußersten Erstaunen am Hinterthorc vonCumnor Place."
„Er begegnete Dir, Schurke? und warum schlugst Du ihnnicht zu Boden?" rief Leicester.
»Ich zog gegen ihn, Mylord, und er gegen mich; undwäre nicht mein Fuß ausgeglittcn, so wäre er vielleicht keinStein des Anstoßes mehr in Eurer Herrlichkeit Wege."
Leicester verstummte vor Erstaunen und antwortete cnd-