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kommen, den ich lange gefürchtet. Ich muß entweder, gleicheinem undankbaren Thicre, den Fall des besten und gütigstenHerrn mit ansehen, oder aussprechen, was ich sonst in tiefsterVergessenheit würde begraben haben, oder von einem Andernhätte auSsprcchen lassen."
„Was ist es, was Du sagst, oder sagen willst?" versetzteder Graf; „wir haben keine Zeit an Worte zu verschwenden,wo die Umstände uns zur Handlung aufsordern."
„Ich bin bald mit meiner Rede zu Ende, Mplord, —wollte Gott, sie wäre auch so bald beantwortet. Eure Her-rath ist die einzige Veranlassung zu dem gefürchteten Bruchemit Eurer Gebieterin, nicht wahr?"
„Du weißt ja, daß es so ist!" versetzte Leicester. „Wozudient eine so unnütze Frage?"
„Verzeiht mir, Mplord," sagte Varney, „der Nutzen istfolgender. Die Menschen wagen ihren Besitz und ihr Lebenbei der Vertheidigung eines reichen Kleinods; wäre cS abernicht klug, vorher zuzusehen, ob dieses Kleinod auch einenMakel hat?"
„Was soll dies bedeuten?" fragte Leicester, indem er seineAugen fest auf seinen Dienstmann richtete, „von wem wagstDu so zu reden?"
„Nun, — von der Gräfin Emma muß ich unglücklicher-weise reden; und ich will reden, sollte mich auch Ew. Herr-lichkeit wegen meines Eifers tödten."
„Es könnte sein, daß Du es von mir verdientest," sagteder Graf; aber rede weiter, ich will Dich anhören."
„Dann werde ich frei heraus reden, Mplord- Mir gefälltnicht der geheime Umgang dieser Dame mit jenem EdmundTresfilian. Ihr kennt ihn, Mylord Ihr wißt, daß sie frühereinige Neigung zu ihm hegte, die Ihr nur mit Mühe über-