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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Fürchte nichts, Emma, Du sollst sehen, Dudley wird sich sei-nes Namens würdig benehmen. Ich muß sogleich mit einigendieser Freunde verhandeln, auf die ich mich am Besten ver-lassen kann; denn so, wie die Sachen stehen, kann man michin meinem eigenen Schlosse gefangen setzen lassen."

»Mein guter Lord," sagte Emma,bildet keine Partei ineinem friedlichen Staate! Kein Freund kann uns so guthelfen, wie unsere eigene Aufrichtigkeit und Ehre. Stehendie Euch nur bei, so seid Ihr sicher unter einer ganzen Ar-mee von neidischen und boshaften Menschen. Laßt diese hinterEuch, und alle andere Vertheidigung wird fruchtlos sein.Wahrheit, mein edler Lord, wird mit Recht unbewaffnet gemalt-"

»Aber die Weisheit, Emma," antwortete Leiccster,ist ineine erprobte Waffenrüstung gekleidet. Rede mir nicht vonder Art und Weise, wie ich meine Beichte ablegen soll, dawir es doch einmal so nennen müssen, es wird Gefahrgenug damit verbunden sein, ich mag sie nun ablegen, aufwelche Weise ich will. Varnep, wir müssen fort. Lebewohl, Emma, die ich als die Meinige anerkennen will, umeinen Preis und auf eine Gefahr hin, deren Du allein wür-dig sein kannst. Du sollst bald mehr von mir hören."

Er umarmte sie zärtlich, hüllte sich wieder in den Mantelund folgte Varnep aus dem Zimmer. Als der Letztere sichentfernte, verbeugte er sich tief und sah Emma mit einemeigenthümlichen Ausdrucke an, als wünsche er zu wissen, inwiefern seine Verzeihung in die Aussöhnung mit cingeschlvssensei, welche zwischen ihm und ihrem Gemahl stattgefunden.Die Gräfin blickte ihn fest an, schien sich aber nicht mehr sei-ner Gegenwart bewußt, als wäre nichts weiter als leere Lustauf der Stelle gewesen, wo er stand.

Sie hat mich auf's Aeußerste gebracht," murmelte er,