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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
113
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ich glaube- Wir können von diesem Zimmer auf einem ge-heimen Gange dorthin gehen, ohne die Gefahr, irgend Je-mandem dort zu begegnen. Und wenn mich auch Hunsdonsähe, er ist mehr mein Freund als mein Feind, und hartköp-fig genug, um Alles zu glauben, was man ihm vorsagt.Hole mir augenblicklich den Mantel."

Varncy hatte keinen andern Ausweg, als zu gehorchen.In wenig Minuten war Leicester in den Mantel gehüllt, zogseine Mütze über die Augenbrauen, und folgte Varney dengeheimen Gang dahin, welcher mit HunSdons Zimmern in Ver-bindung stand, wo kaum zu befürchten war, Jemandem zu begeg-nen, und kaum Licht genug, um seine Neugierde zu befriedigen.Sie kamen aus einer Thür heraus, wo Lord Hunsdon mitmilitärischer Vorficht eine Schildwache aufgestellt hatte, einenvon seinen Dicnstleuten aus dem nördlichen England, welcherSir Richard Varney und seinen Begleiter sogleich einließ, undnur in seinem nördlichen Dialecte sagte:Ich wollte nur, Dukönntest die wahnfinnige Dame dort zur Ruhe bringen, dennihr Gestöhn ist meinen Ohren so unangenehm, daß ich lieberauf einem Schneehügel zu Catlowdie Schildwache stehen wollte."

Sie traten hastig ein und machten die Thüre hinter sich zu-

Nun möge der Teufel, wenn es einen gibt," sagte Var-ney zu sich selber,seinem Anhänger in Todesgefahr beistehen,denn mein Boot ist unter die Klippen gerathen."

Die Gräfin Emma saß mit aufgelöstem Haar und unge-ordneten Kleidern in tiefster Niedergeschlagenheit auf einemLager, und wurde aus diesem Zustande durch das Oeffncnder Thür erweckt. Sie drehte sich schnell um, richtete ihrAuge auf Varney und rief:Elender! bist Du gekommen,einen neuen schändlichen Plan zu schmieden?"

Leicester unterbrach ihre Vorwürfe, indem er vertrat,Kenilmorth. III. 8