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schien auch die Erinnerung an diesen Ausbruch der Leidenschaftbei den Zuschauern vernichten zu wollen. „Lord Hunsdon,"sagte sie, „ist eine rauhe Wärterin für ein so zartes Kind."
„Lord Hunsdon," sagte der Dechant von St. Asaph,„ohne damit seine edleren Eigenschaften verkleinern zu wollen,führt eine sehr freie Sprache, und schmückt seine Unterhaltungetwas zu reichlich mit grausamen und abergläubischen Flüchenaus, welche zugleich nach dem Heidenthume und dem Pfaffen-thume schmecken-"
„Der Fehler liegt an seinem Blute, Herr Dechant," sagtedie Königin, indem sie sich heftig zu dem Geistlichen umwen-dete; „und Ihr könnt mir denselben Fehler vorwerfcn. DieBoley's sprachen immer hitzig und frei heraus, und warenmehr geneigt, ihre Ueberzeugung auszusprechen, als sorgfältigihre Ausdrücke zu wählen. Bei meinem Wort! — ich hoffe,in dieser Betheuerung liegt keine Sünde, — ich zweifle, daßes durch die Vermischung mit dem Blute der Tudor sehr ab-gekühlt worden."
Als sie diese letzte Bemerkung machte, lächelte sie gnädig,und blickte sich verstohlen nach Leicester um, dem sie, vermögedes ungegründeten Verdachtes, durch ihre Heftigkeit Unrechtgethan zu haben glaubte.
Die Königin fand den Grafen nicht in der Stimmung,das Anerbieten zur Aussöhnung anzunehmen. Seine Blickewaren mit zu später Reue der Gestalt gefolgt, welche Huns-don so eben fortgetragen hatte, und ruhten jetzt finster auf demBoden; doch mehr — so schien cs Elisabeth wenigstens — mitdem Ausdrucke eines Mannes, der eine ungerechte Beschimpfungerlitten hat, als eines, der sich einer Schuld bewußt ist Siewendete sich zornig von ihm, und sagte zu Varncp: „Redet,Sir Richard, und erklärt diese Räthsel, — Ihr besitzt Ver-