bewogen hat; oder mein Zorn — und der Zorn der Königeist ein flammendes Feuer — soll Dich verzehren und verbren-nen, wie Unkraut im Ofen."
Als die Königin diese Drohung aussprach, rief Leiccstersbesserer Engel seinen Stolz zu Hülfe, und zeigte ihm, daßer sich aus immerdar entehren würde, wollte er sich durch dasgroßmüthige Einschreiten seiner Frau Schutz verschaffen, undsie zum Dank für ihre Güte der Rache der Königin Preisgeben. Schon hatte er sein Haupt mit der Würde eines Man-nes von Ehre erhoben, um seine Verheirathung einzugestehen,und sich für den Beschützer der Gräfin zu erklären, als Var-nep, der seines Herrn böser Genius zu sein schien, mit un-ordentlicher Kleidung herbeieilte-
„Was bedeutet diese Zudringlichkeit?" fragte Elisabeth.
Mit der Miene eines Mannes, der von Kummer undVerwirrung überschüttet ist, warf sich Varney zu ihren Füßennieder, und rief: „Verzeihung, gnädigste Frau, Verzeihung!— oder laßt wenigstens Eure Gerechtigkeit das Vergehen anmir rächen, da ich der Schuldige bin; aber verschont meinenedlen und großmüthigen, meinen unschuldigen Herrn undPatron."
Emma, die noch kniete, sprang auf, als sich der verhaßteMann ihr näherte, und war im Begriff zu Lcicester zu flie-hen, als sie plötzlich durch die Unentschlossenheit und Schüch-ternheit, welche seine Blicke beim Erscheinen seines Vertrau-ten angenommen, zurückfuhr, einen leisen Schrei ausfließ undihre Majestät bat, sie in den tiefsten Kerker des Schlosses se-tzen zu lassen, und mit ihr wie mit dem ärgsten Verbrecherzu verfahren, — „aber verschont mich," rief sie, „mit demAnblicke jenes schändlichen und schamlosen Schurken!"
„Und warum, mein Kind?" fragte die Königin, von einem