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die den Ohren der erstaunten Staatsmänner gleich dem letztenschrecklichen Trompetentone erschallte, welcher Leib und Seelevor den Richterstuhl fordern soll: »Kennst Du dieses Weib?"
Wie bei dem Tone jener letzten Trompete der Schuldigedie Berge anrufen wird, ihn zu bedecken, so rief Leicester inseincn.Gedanken den stattlichen Bogen an, den er in seinemStolze erbaut hatte, aus seinen Fugen zu gehen, und sie Alleunter seinen Ruinen zu begraben. Doch die wohlverbundenenSteine blieben fest, und der stolze Besitzer selbst, wie voneinem wirklichen Drucke zur Erde niedergebogen, kniete vorElisabeth hin, und berührte mit der Stirn die marmornenQuadersteine worauf er stand.
„Leicester," sagte Elisabeth mit einer Stimme, die vorLeidenschaft erbebte, „könnte ich denken, daß Du Dein Spielmit mir getrieben, — mit mir, Deiner Gebieterin, — mitmir, Deiner vertrauensvollen und nur zu parteiischen Herr-scherin, — bei Allem, was heilig ist, falscher Lord, so wäreDein Kopf in eben so großer Gefahr, wie nur je der DeinesVaters»''
Leicester fühlte sich nicht unschuldig, doch besaß er Stolz,und dieser hielt ihn aufrecht. Langsam erhob er sein Gesicht,welches von streitenden Bewegungen geröthet und angeschwol-lcn war, und erwiderte nur: „Mein Kopf kann nur nachdem Urtheilspruch meiner Pairs fallen, — vor ihnen will ichmeine Sache führen, und nicht vor einer Fürstin, die meinetreuen Dienste auf solche Weise vergilt."
„Was, Mplord?" sagte Elisabeth, indem sie sich um-blickte, „ich glaube gar, man trotzt Uns, — man trotzt Unsin dem Schlosse, welches Wir diesem stolzen Manne verliehenhaben! — Mylord Shrewsbury, Ihr seid Marschall vonEngland, nehmt ihn wegen Hochverraths gefangen."