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war, und daß ihre Augen funkelten, als wenn der Geist Hein-richs des Achten seine Tochter beseele. Auch waren sie nichtweniger erstaunt beim Erscheinen des blaffen, abgemagerten,halbtodten und noch immer liebenswürdigen Frauenzimmers,welches die Königin mit einer Hand kräftig aufrecht erhielt,während sie mit der anderen den Damen und Herren, welchesich in dem Gedanken zu ihr drängten, daß sie plötzlich krankgeworden sei, auf die Seite zu treten winkte. „Wo ist derGraf von Leicester?" sagte sie in einem Tone, der alle um-stehenden Hofleute mit Erstaunen füllte. — »Tretet vor,Mplord von Leicester!"
Wenn an einem heiteren Sommertage ein Blitzstrahl ausdem klaren blauen Himmelsgewölbe herunterführe, und dieErde dicht vor den Füßen eines sorglosen Wanderers zerspal-tete, so könnte er den unerwartet vor ihm eröffneten Abgrundnicht mit halb so großem Entsetzen ansehen, als Leicester beidem Anblick empfand, der sich ihm so plötzlich darßellte- Erhatte in dem Augenblicke mit kluger Affcctation und Verstellung,als verstehe er ihre Bedeutung nicht, die halb ausgesprochenen,halb angedeutetcn Glückwünsche angenommen, welche ihm dieHofleute wegen der Gunst der Königin machten, die währendder Unterredung an jenem Morgen offenbar den höchsten Gipfelerreicht hatte, woraus die Meisten die Folgerung zogen, daßer sich von ihres Gleichen zu ihrem Herrn erheben werde-Und nun, während das gemäßigte, aber doch stolze Lächeln,womit er diese Andeutungen zurückwics, noch auf seiner Wangespielte, eilte die Königin mit furchtbar aufgeregter Leidenschaf-ten in den Kreis, und unterstützte, dem Anscheine nach ohneAnstrengung, mit einer Hand die blaffe und schwankende Ge-stalt seines hinsterbenden Weibes, während sie mit der andernauf ihre halbtodten Züge deutete, und mit einer Stimme fragte,