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Genaueste ergründen. — Du bist," sagte sie, indem sie einenBlick auf die Gräfin richtete, welcher ihr in die tiefste Seeledringen sollte, — „Du bist Emma, die Tochter des Sir HughRobsart von Lidcote Hall?"
„Verzeiht mir — verzeiht mir, gnädigste Fürstin!" sagteEmma, die wieder aufgestanden war und sich jetzt nochmalsauf ein Knie niederlicß.
„Was sollte ich Dir verzeihen, thörichtes Mädchen?" sagteElisabeth; daß Du die Tochter Deines eigenen Vaters bist?Gewiß, Du bist wahnsinnig. Nun, ich sehe, ich muß dieseGeschichte zollweise aus Dir herausbringcn- — Du täuschtestDeinen alten und ehrwürdigen Vater — Dein Blick bekenntes, — betrogst Herrn Tressilian — Dein Erröthen beweist cS
— und heirathetest jenen Varneh."
Emma sprang auf, und unterbrach die Königin lebhaft;„Nein, gnädige Frau, — so wahr ein Gott über uns lebt,ich bin nicht das elende Geschöpf, wofür Ihr mich haltet! ichbin nicht das Weib jenes verächtlichen Sclaven, — jenes be-rechnenden Schurken! ich bin nicht Varney'S Weib! ich möchtemich lieber mit meinem Tode vermählen!"
Von Emma's Heftigkeit ergriffen, stand jetzt die Königineinen Augenblick schweigend da, und erwiderte dann: „Gottsei Uns gnädig! ich sehe, Du kannst rasch genug reden, wennDir der Gegenstand gefällt. Nein, sage mir, Weib," fuhr siefort, denn zu ihrer Neugierde kam jetzt noch der unbestimmteArgwohn, daß man sie getäuscht habe, — „sage mir, Weib,
— denn bei Gottes Tage, ich will wissen, wessen Weib, oderwessen Buhlerin Du bist. Rede frei heraus, — es wäre besserfür Dich, mit einer Löwin zu scherzen, als mit Elisabeth."
Auf's Aeußerste getrieben und gleichsam durch unwidersteh-liche Gewalt an den Rand des Abgrundes geschleppt, den sie