Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
93
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ferner:Sie schlug die Blicke nieder, um die weinigen zuvermeiden; sie, die sonst einen Löwen durch ihre Blicke gezähmthaben würde!" Zu welchem Schluffe diese Symptome führten,ist klar genug, auch waren sie gewiß nicht ganz grundlos. Diegebeime Unterhaltung zwischen zwei Personen verschiedenenGeschlechts entscheidet oft ihr Schicksal, und gibt demselben eineWendung, ganz verschieden von der, die sie erwartet haben.Galanterie mischt sich in die Unterhaltung, Zärtlichkeit undLeidenschaft mischen sich nach und nach in die Galanterie. Ca-valerie, so gut wie Schäferbuben, sagen in solchen Augen-blicken mehr, als sie beabsichtigen, und Königinnen, so gut wieDorfmädchcn, hören länger zu, als sie sollten.

Mittlerweile wieherten die Pferde auf dem Hofplatze undnagten ungeduldig an ihren Gebissen: die Koppelhunde belltenund die Jäger beklagten das Verdampfen des ThaueS, weilnun die Witterung nicht halten werde. Aber Lcicester'hatteeine andere Jagd vor, oder, um ihm mehr Gerechtigkeit wider-fahren zu lassen, er wurde ohne Ucberlegung in eine Jagdverwickelt, gleich dem muthigen Renner, der dem Bellen rerHunde folgt, die ihm zufällig über den Weg gelaufen sind.Die Königin ein vollendetes und schönes Weib der StolzEnglands, die Hoffnung Frankreichs und Hollands, und derSchrecken Spaniens, hatte wahrscheinlich mit mehr als ge-wöhnlicher Gunst jener Mischung romantischer Galanterie zu-gchört, mit welcher sie sich so gern anredcn ließ, und derGraf batte aus Eitelkeit, oder Ehrgeiz, oder aus beiden Ver-anlassungen, mehr und mehr von jenem köstlichen Gewürz ein-gcstreut, bis die Zudringlichkeit zur Sprache der Liebe wurde.

Nein, Dudley," sagte Elisabeth mit bebender Stimme,nein, ich muß die Mutter meines Volkes sein. Andere Bande,die das niedriggeborene Mädchen glücklich machen, sind ihrer