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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
89
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Ja, das Gefängniß zu Kenilworth ist erbrochen, welchesdas festeste Gefängniß war zwischen hier und den walisischenEbenen," schrie der Gefangenwärter,ja, und ein HauS,worin Ritter, Grafen und Könige geschlafen haben, so sicher,als wären sie im Tower in London gewesen. Es ist erbrochen,die Gefangenen sind entflohen, und der Gefangenwärter be-findet sich in einiger Gefahr gehangen zu werden."

Mit diesen Worten begab er sich in sein eigenes Gemach,um seine Klagen zu beenden, oder seinen Rausch vollends aus-zuschlafen. Lambourne und der Diener folgten ihm, und eswar gut, daß sie es thaten, denn der Gefangenwärier waraus Gewohnheit im Begriff, die Thür auf der Treppe hintersich zu verschließen, und hätten sie ihn nicht daran verhindert,so hätten sie das Vergnügen haben können, auf dem Thurm-zimmer eingeschloffen zu werden, aus dem die Gräfin soebenentsprungen war.

Sobald die unglückliche Dame sich in Freiheit sah, eiltesie, wie wir bereits erwähnt haben, auf den Platz vor demGarten. Sie hatte diesen reich verzierten Raum bereits vonihrem Fenster aus gesehen, und in dem Augenblicke ihrerFlucht fiel cs ihr ein, daß sie unter den zahlreichen Baum-gängen, Lauben, Fontainen, Statuen und Grotten einen Ortfinden möge, wo sie sich verstecken könne, bis sich ihr die Ge-legenheit darbiete, einen Beschützer anzusprcchcn, dem sie Eini-ges von ihrer unglücklichen Lage bekannt machen, und durchdessen Vermittelung sie zu einer Unterredung mit ihrem Ge-mahl gelangen könne.

Wenn ich nur meinen Führer ausfinden könnte," dachte sie,so würde ich erfahren, ob er meinen Brief abgegeben hat.Selbst wenn Tressilian mir begegnete, wäre es besser, aufdie Gefahr hin, mir Dudley's Zorn zuzuziehen, einem Manne