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daß dadurch ihr Schrecken noch vermehrt wurde. Die äußereTvüre stellte ihrer Flucht kein Hinderniß entgegen, da sie ge-öffnet worden war, um Lambourne einzulaffen. So gelangtesie die Treppe hinunter und floh über den freien Platz, demGarten zu, wo sie ihrer Meinung nach vor der Verfolgungam sichersten sein werde.
Inzwischen wälzten sich Lorenz und Lambourne am Bodenherum und batten sich fest umschlossen. Glücklicherweise war cskeinem von Beiden möglich, den Dolch zu ziehen. Doch gelanges Lorenz, Michael mit den schweren Schlüsseln in s Gesicht zuschlagen, und Michael faßte dagegen den Gefangenwärtcr so hef-tig an der Kehle, daß ihm dasBlut aus Mund und Nase hervor-drang So waren Beide blutig und entstellt, als einer von denHausbeamten, von dem Lärm herbeigeführt, in's Zimmer trat, unddie Kämpfenden mit einiger Schwierigkeit von einander trennte.
„Der Teufel hole Euch Beide!" sagte der Friedensstifter,„und besonders Euch, Herr Lambourne, was zum Henkerliegt Ihr hier und kämpft am Boden mit einander, gleichzwei Metzgerhunden bei den Fleischbänken?"
Lambourne stand auf, etwas nüchtern geworden durch dasDazwischentrcten eines Dritten, und erwiderte mit geringererUnverschämtheit, als ihm sonst eigen war: „Wir kämpften umeine Dirne, wenn Du es wissen mußt."
„Um eine Dirne! wo ist sie?" fragte der Diener.
„Verschwunden, glaube ich," sagte Lambourne, indem ersich umsah, „wenn Lorenz sie nicht vielleicht verschlungen hat.Sein Bauch verschlingt so viele unglückliche Dämchen und ver-folgte Waisen, wie nur je ein Riese in König Arthurs Ge-schichte. Sie sind seine hauptsächlichste Nahrung, er verschlingtLeib und Seele."
„Ja, ja, das thut nichts," sagte Lorenz, indem er seine