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„Ich würde diesem Range entsagen, Mylord," erwiderteVarney, „müßte ich denken, daß mich derselbe von EurerHerrlichkeit Person entfernen würde,"
„Du bist ein dankbarer Mensch," sagte Leicester; „dochich darf Dir nicht erlauben zu thun, was Dich in der Mei-nung Anderer herabsetzen würde."
Während er dies sprach, nahm er ohne Bedenken dieDienste an, welche der neue Ritter ebenso thätig zu besorgenschien, als hätte er wirklich das Vergnügen an dieser Auf-gabe gefunden, welches seine Worte aussprachen.
„Ich fürchte die schlimme Auslegung der Menschen nicht,"sagte er als Antwort auf LeicesterS Bemerkung, „da Niemandin diesem Schlosse ist, — erlaubt mir, Euch das Halsbandabzunehmen, — der nicht erwartet, daß Personen von weithöherem Range, als der ist, den ich vermöge Eurer Güte be-kleide, Euch dergleichen Dienstes leisten, und cs sich zurEhre anrcchnen werden."
„Es hätte in der That der Fass sein können," sagte derGraf mit einem unwillkürlichen Seufzer, und setzte dann hinzu:„Meinen Schlafrock, Varney, — ich will in die Nacht hinausblicken. Haben wir nicht bald Vollmond?"
„Dem Kalender nach, ja, Mylord," antwortete Varney.
Eine Glasthüre führte auf einen kleinen steinernen Balcon-Der Graf öffnete sie und trat in die freie Luft hinaus. Vondiesem Punkte aus hatte man eine weite Aussicht auf den Seeund den Wald jenseits, wo das Helle Mondlicht auf dem kla-ren blauen Wasser und auf den fernen Wipfeln der Eichenund Ulmen ruhte. Der Mond stand am Himmel, vontausend weniger Hellen Leuchtkugeln begleitet- Aus der unterenWelt war Alles still, außer dem Rufe der Wachen — denn dieGarde der Königin mußte beständig ihren Dienst thun, wo sie