worauf er Befehl erhielt, sich dem.Throne zu nähern. BlountsKops war schon durch das Bewußtsein seines ungewöhnlichenPutzes, so wie durch die sich ihm ausdringende Nothwendigkeitschwindlich, seine Bewegungen seiner Kleidung anzupaffen,und jetzt verwandelte die plötzliche Aussicht auf Erhöhungdiesen ehrlichen, biederen Mann in einen Narren von derlächerlichsten Art.
Unglücklicherweise hatte er die ganze Länge der Halle zudurchschreiten, und setzte seine Fußspitzen so sehr auswärts,daß sein Bein, wenn man es von der Seite sah, einem alt-modischen Messer mit gekrümmter Spitze glich. Sein übrigesBenehmen war in Uebereinstimmung mit diesem unglücklichenGange, und die Mischung verschämter Furcht und Selbstzufrie-denheit war so unaussprechlich komisch, daß Leicesters Anhängerein leises Gelächter nicht unterdrückten, worin sogar viele vonSüsser Anhängern wider Willen einstimmen mußten. Süsserselber verlor alle Geduld, und konnte nicht umhin, seinemFreunde zuzuflüstern: „Zum Henker! kannst Du nicht gehen,wie ein Mann und ein Soldat?" Dieser Zuruf machte nur,daß Blount stutzte und stillstand, bis ein Blick aufseine gelbenRosen und seine rothen Beinkleider seine Zuversicht wieder her-stellten, worauf er mit demselben Schritte weiter ging-
Die Königin verlieh dem armen Blount die Ehre derRitterschaft mit unverkennbarem Widerstreben. Die weiseFürstin sah sehr wohl ein, wie vorsichtig und sparsam man mitjenen Ehrentiteln sein müsse, welche die Stuarts, die ihr aufdem Throne folgten, mit so unverständiger Freigebigkeit aus-theilten, daß der Werth derselben dadurch sehr verringert wurde.Sobald Blount aufgestanden war und sich zurückgezogen hatte,wendete sie sich an die Herzogin von Rutland. „Unser Weiber-witz, liebe Rutland," sagte sie, „ist schärfer, als der jener