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deutlich, daß das angebliche Unrecht, sowie die Anklage grund-los waren; und daher, Mylord von Leicester, erinnern WirUns Eures früheren Gesuches in Betreff Eures treuen DienersVarney, dessen gute Eigenschaften und Treue, da sie Euchnützlich find, auch von Uns eine Belohnung erhalten müssen,da Wir sehr wohl wissen, daß Eure Herrlichkeit und alle EureBegleiter Unserem Dienste treu ergeben find. Wir gewährenVarney diese Ehre besonders deshalb, weil Wir ein Gast, undwie Wir fürchten ein lästiger, unter Eurer Herrlichkeit Dache find,und auch zur Beruhigung des guten alten Ritters aus Devon,des Sir Hugh Robsart, dessen Tochter er geheirathct hat; undWir hoffen, daß dieses besondere Gnadenzeichen, welches Wirihm gewähren wollen, ihn mit seinem Schwiegersöhne wiederaussöhncn wird. — Euer Schwert, Mylord von Leicester."
Der Graf schnallte sein Schwert ab, faßte die Spitze an,und reichte den Griff mit gebogenem Knie Elisabeth dar.
Sie nahm cS langsam, zog es aus der Scheide, und be-trachtete die Politur und die reichen Verzierungen auf derglänzenden Klinge mit aufmerksamen Blicken, während dieumherstehenden Damen mit wirklichem, oder assectirtem Schau-der ihre Blicke wegwendcten.
„Wäre ich ein Mann," sagte fie, „so würde gewiß keinermeiner Vorfahren ein gutes Schwert mehr geliebt haben, alsich. So kann ich weiter nichts thun, als mein Haar undmeinen Kopsputz vor einem solchen Spiegel ordnen. — RichardVarney, tritt vor und kniee nieder. In Namen Gottes unddes heiligen Georg schlagen Wir Dich zum Ritter; seid treu,tapfer und glücklich! — Sich' auf, Richard Varney."
Varney stand aus und zog sich zurück, nach einer tiefenVerbeugung vor der Herrscherin, die ihm eine so große Ehreerwiesen hatte.
Kenilwcrth. III.
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