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8 (1851) Kenilworth
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und mächtigen Männer, welche nach und nach Kenilworth be-wohnten. Die Angelsachsen, die Dänen, die Normannen, dieSaintlowes, die Clintons, die Mountforts, die Mortimers, diePlantagcnets, so groß sie auch in den Waffen und an Prachtgewesen, sagte sie, hätten sie niemals veranlaßt, ihr Hauptaus den Wassern ihres crpstallenen Palastes zu erheben. Dochein größerer Name, als alle diese großen Namen, sei jetzt er-schienen, und sie komme, die unvergleichliche Elisabeth demü-thigst und pflichtschuldigst mit allen Lustbarkeiten zu bewillkomm-nen, welche das Schloß und die Umgegend, welche der Seeund das Land' gewähren könnten.

Auch diese Anrede nahm die Königin mit großer Höflich-keit auf, und antwortete scherzend;Wir glaubten, dieser Seegehöre zu Unserer Herrschaft, schöne Dame; doch da eine soberühmte Dame ihn als den ihrigen in Anspruch nimmt, sowollen Wir zu einer andern Zeit über Eure Ansprüche mit Euchverhandeln."

Mit dieser Antwort verschwand das Mädchen vom See,und Arion, der sich unter den Seegottheiten befand, erschienauf seinem Delphin. Aber Lambourne, der in Waylands Ab-wesenheit die Rolle übernommen und sich im Wasser erkältethatte, wußte seine Rede nicht auswendig und es fehlte ihmein Souffleur, wie der Pförtner einen gehabt. Er riß seineMaske herunter und fluchte:Zum Henker! Ich bin wederArion noch Orion, sondern der ehrliche Michel Lambourne- VomMorgen bis zum Abend habe ich auf die Gesundheit IhrerMajestät getrunken, und bin gekommen, Euch in dem SchlosseKenilworth herzlich willkommen zu heißen!"

Diese unüberlegte Rede entsprach ihrem Zwecke besser, alsdie vorgeschriebene würde gethan haben. Die Königin lachteherzlich, und schwur ihrerseits, dies sei die beste Rede, die sie

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