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streckte sein Bein aus, und marschirte mannhaft vorwärts,als ginge er an der Spitze einer Brigade von Lanzenträgern,während er hin und wieder einen wohlgefälligen Blick aufseine rothen Beinkleider und die ungeheuren gelben Rosenauf seinen Schuhen warf. Tressilian folgte, in seine eigenenschwermüthigen Gedanken gehüllt, und beachtete Raleigh kaum,dessen lebhafte Phantasie sich über die seltsame Eitelkeit sei-nes achtbaren Freundes ergötzte und seine Scherze Tressilianin's Ohr flüsterte.
Auf diese Weise schritten sie über die lange Brücke undstellten sich mit andern Herren von Stande vor dem äußernThore des Galleriethurmes auf. Im Ganzen waren es etwavierzig Personen, zu jeder Seite des ThorcS in doppelten Reihenaufgestellt, gleich einer Ehrenwache innerhalb des dichten Spa-liers, welches Leicesters Lanzenträger bildeten. Außer Schwer-tern und Dolchen trugen diese Herren keine Waffen. Alle warenauf's Zierlichste gekleidet, und in Folge der Mode jener Zeitsah man nichts als Sammet, Gold- und Silberstoff, Bänder,Febern, Edelsteine und goldene Ketten. Ungeachtet seiner ern-steren Veranlassungen zur Traurigkeit konnte Tressilian nichtumhin, zu fühlen, daß sein Reitanzug, so schön derselbe auchsein mochte, eine unwürdige Figur unter dieser prunkendenUmgebung spiele, um so mehr, da seine Freunde sich über seinenachlässige Kleidung wunderten und Leicesters Anhänger dar-über spotteten.
Obgleich dies nicht mit Tressilians ernstem Charakter über-einzustimmcn scheint, so haben wir dies doch nicht verschweigenkönnen; denn die Berücksichtigung des äußern Erscheinens isteine Art von Eigenliebe, von der auch die Weisesten nicht freisind, und woran das Gemüth so instinktmäßig hängt, daßnicht blos der Soldat, der dem fast unvermeidlichen Tode