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Herr des Burgverließes, Du bist in dieser Sache so von Fin-sterniß umhüllt, wie in Deinen eigenen Kerkern. Mein höchstverehrter Herr der Niederlande von Kenilworth, so wisse denn,daß unser höchst achtbarer Herr Richard Barney für ein Lochin Tressilians Wams so viel geben würde, daß wir fünfzigNachte dafür zechen könnten, mit der vollsten Erlaubniß, demHaushofmeister zu sagen, er möge sich entfernen, wenn erkäme, uns bei unserem Gelage zu stören-"
„Das ist freilich eine andere Sache," sagte Lorenz Staples,der Oberwächter, oder, wie er genannt wurde, Oberkerker-meister des Schlosses Kenilworth; „doch wie willst Du es an-sangen, da Du beim Einzug der Königin abwesend sein wirst,denn ich glaube, Du mußt Deinen Herrn dorthin begleiten?"
„Du, mein ehrlicher Fürst der Gefängnisse, mußt in meinerAbwesenheit Wache halten. Laß Tressilian hinein, wenn erwill; laß aber Niemand wieder heraus. Sollte das Däm-chen selber hinaus wollen, wie es nicht unwahrscheinlich ist,so treibe sie mit rauhen Worten zurück — sie ist bei alledemnur eine arme Schauspielerdirne."
„Nun da könnte ich ja das eiserne Pförtchen hinter ihrverschließen, welches sich außerhalb der doppelten Thür befin-det, und so hätten wir sie ohne weitere Umstände gefangen."
„Dann wird Tressilian nicht zu ihr kommen können,"sagte Lambourne, nachdem er einen Augenblick nachgedacht.„Doch es thut nichts, sie 'wird in seinem Zimmer entdecktwerden, und das ist Alles einerlei. — Aber bekenne, Du alterfledermausäugiger Gefangenwärter, daß Du Dich fürchtest,allein in dem Mervpnlhurme zu wachen."
„Was die Furcht betrifft, Herr Lambourne," sagte derMann, „so gilt mir die nicht so viel, als wenn ich einenSchlüssel umdrehe; doch man hat seltsame Dinge in diesem