sie, und setzte hinzu, als er sich langsam und wider Willenentfernte: „Edler Edmund! vielleicht kommt die Zeit, wo Emmazeigen kann, daß sie Deine edle Anhänglichkeit verdiente."
Drittes Kapitel.
Dir soll es nie an einem Trnuke fehlen,
Wenn neben Dir die volle Kanne steht! —
Nein, furcht' mich nicht, cs macht mir kein Vergnügen,
Der Menschen Laster zu beachren. da
Ich selbst mich keiner Tugend rühmen kann. —
Ein Naufbold bin ich, mit der ganzen WeltMöchl' ich mich schlagen, ohne Umerschied-
In seltsamer Gemütbsbewegung war Tressilian kaum dieersten zwei oder drei Stufen der Wendeltreppe hinuntergegan-gen, als ihm zu seinem großen Erstaunen und Mißfallen Mi-chael Lambourne begegnete, dessen Gesicht einen so unverschäm-ten Ausdruck der Vertraulichkeit an sich trug, daß Tressiliansich sehr geneigt fühlte, ihn die Treppe hinunterzuwerfen, alsihm einfiel, welchen Nachtheil Emma wahrscheinlich davonhaben werde, wenn er zu der Zeit und an dem Orte eine sogewaltsame Handlung beginge.
Er begnügte sich also damit, Lambourne finster anzusehcn,als ob er ihn der Beachtung unwerlh halte, und versuchte ohneei» Zeichen der Bekanntschaft an ihm vorüberzugehen. DochLambourne, welcher bei der verschwenderischen Gastfreiheit jenesTages nicht verfehlt hatte, wacker, obgleich nicht zu viel zutrinken, war nicht in der Laune, sich vor den Blicken irgend