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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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bald im blutigen Ernst der Belagerung, und bald in ritter-lichen Spielen, wo die Schönheit den Preis austheilte, dendie Tapferkeit gewonnen hatte, jetzt ganz verwüstet ist. DerSee ist jetzt weiter nichts, als ein mit Schilf und Binsen be-wachsener Sumpf, und die masstven Ruinen des Schlossesdienen nur dazu, um zu zeigen, welches einst der Glanz des-selben gewesen, und dem nachdenkenden Besucher die Ver-gänglichkeit der menschlichen Besitzungen vor Angen zu stellen,sowie das Glück derer, die sich eines demüthigen Looses intugendhafter Zufriedenheit erfreuen.

Mit sehr verschiedenen Gefühlen betrachtete die unglück-liche Gräfin von Leiccster jene grauen und massiven Thürme,als sie dieselben zuerst erblickte, wie sie sich über den schatti-gen Wald erhoben, den sie zu beherrschen schienen- Sie, dierechtmäßige Gemahlin des großen Grafen, des mächtigenGünstlings der Königin Englands, näherte sich ihrem Gemahlund der Herrscherin ihres Gemahls mehr unter dem Schutze,als unter der Leitung eines armen Gauklers; und obgleichrechtmäßige Herrin jenes stolzen Schlosses, deren leisestes Wortdie Macht hätte haben sollen, die massiven Thore um ihreAngeln drehe» zu machen, um sie zu empfangen, konnte siesich dennoch die Schwierigkeit und die Gefahr nicht bergen,die ihrem Einlaß in ihre eigenen Hallen cntgcgenstandcn.

Die Schwierigkeit und Gefahr schien jeden Augenblickzuzunehmen und endlich ihr Fortschritten an dem großen Thorgänzlich zu hemmen, welches zu einem breiten Wege führte,der den Park durchschnitt, und mehrere sehr schöne Aussichtenauf das Schloß und den Sec gewährte.

Dieses Thor, welches auf die Landstraße nach Warwickhinausführte, war von einer Abthcilnng königlicher Gardistenbesetzt, welche reichverzierte und vergoldete Brustharnische und