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mir Kraft verleihen, mich selbst von meinem Sterbebette znerheben."
„In Gottes Namen denn, Mylady," sagte Jeanncttc,„ich muß Euch Lebewohl sagen und Euch Gottes Obhut an-vcrtrauen."
„Willst Du nicht mit mir entfliehen, Jeannctte?" riefdie Gräfin ängstlich — „soll ich Dich verlieren? Ist dies Deintreuer Dienst?"
„Mylady, ich würde cbensogern mit Euch entfliehen, wieein Vogel aus dem Käfig; doch wenn ich es thäte, würdeaugenblickliche Entdeckung und Verfolgung daraus entstehen.Ich muß Zurückbleiben und Eure Flucht eine Zeitlang zu ver-bergen suchen. — Möge der Himmel mir die Lüge verzeihen,La sie nothwendig ist!"
„Und soll ich denn allein mit diesem Fremden reisen?"sagte die Dame. „Bedenke, Jeannctte, konnte dies nicht nochein schlauerer und schwärzerer Plan sein, mich von Dir zutrennen, die Du meine einzige Freundin bist?"
„Nein, gnädige Frau, argwöhnt das nicht," antworteteJeannctte ohne Bedenken; „der Mann meint cs gut mit Euch,und ist ein Freund von Herrn Tresstlian, auf dessen Befehler hieher kam."
„Wenn er ein Freund von Tresstlian ist," sagte die Gräfin,„so will ich mich seinem Schuhe anvertrauen, wie dem einesEngels vom Himmel; denn nie gab es einen sterblichen Mann,der freier war von Niedrigkeit, Falschheit oder Eigennutz, alsTresstlian. Er vergaß sich selbst, wenn er Andern nützenkonnte — ach! und wie habe ich es ihm vergolten!"
Mit hastiger Eile brachten sie die wenigen nöthigen Sachenzusammen, welche die Gräfin mitnchmcn sollte, und die Jean-nette mit Schnelligkeit und Geschicklichkeit zn einem kleinen
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