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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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seines Gewissens zu übertänbcn, indem er die politische Noth-wendigkeit zu seiner Entschuldigung anwendete, oder sich unterden schwärmerischen Träumen des Ehrgeizes verlor, setzte seinAgent seine Reise nach Berkshire in größter Eile fort. Aucher hegte kühne Hoffnungen- Er hatte Lord Leicester auf dengewünschten Punkt gebracht, daß er ihm die geheimsten Em-pfindungen seines Herzens aufschloß und ihn als Vermittler sei-ner vertrautesten Verhandlungen mit seiner Gemahlin gebrauchte.Von jetzt an, dies sah er vorher, waren seine Dienste seinemBeschützer unentbehrlich, so daß er ihm die Erfüllung selbstunbilliger Wünsche nicht mehr versagen konnte. Und wenndiese übermülhige Dame, wie er die Gräfin nannte, auf dasAnsuchen ihres Gemahls eingehen sollte, dann mußte Varneyals ihr vorgeblicher Gatte nothwendig in Verhältnisse mit ihrkommen, wobei man nicht wissen konnte, wie weit seine Kühn-heit gehen werde. Viellcichtkönnten die Umstände e neu Triumphherbeiführen, woran er mit einem Gemisch von teuflischen Ge-fühlen dachte, unter denen Rache, wegen der ihm bisher bewie-senen Verachtung, das vorherrschende war. Dann berechneteer wieder die Möglichkeit, sie durchaus unlenksam zu finden,und daß sie sich hartnäckig weigern könne, die für sie be-Lestimmte Rolle in dem Drama zu Kenilworth zu übernehmen.

Dann muß Alasco das Scinige thun," sagte erKrank-heit muß bei der Königin als eine Entschuldigung für die Ab-wesenheit der Mistreß Varney dienen und eine ernstlicheverzehrende Krankheit kann es werden, sollte Elisabeth fortfah-ren, meinen Grase» mit günstigen Angen anzusehen. Ich willmir nicht aus Mangel an kräftigen Maßregeln wenn die-selben nöthig sein sollten die Gelegenheit entgehen lassen,der Günstl>ng eines Monarchen zu werden. Vorwärts, meingutes Pferd, vorwärts! Ehrgeiz und hochfliegende Hoffnung