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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
124
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keit waren, als die ausgearteten und herabgewürdigten Hökerunserer Zeit. Durch d'icse wandernden Kaufleute wurde fastausschließlich der Landhandcl mit feineren, besonders zur weib-lichen Kleidung gehörigen Mannfacturwaaren betrieben, undwenn ein solcher Kleinhändler es erst so weit gebracht hatte,daß er mit einem Packpfcrde reisen konnte, so war er einMann von nicht geringer Bedeutung, und selbst für wohlha-bende Landleute, die ihn auf der Reise trafen, ein willkom-mener Gesellschafter.

Der Hauflrer, von dem wir reden, nahm daher thätigenund unbestrittenen Antheil an der munteren Unterhaltung derGäste im Schwarzen Bären zu Cumnor. Er scherzte mit derhübsche» Miß Cäcilie, lachte mit dem Wirth und trieb seinenScherz mit dem großprahlendcn Herrn Goldthred, welcher,obgleich es nicht seine eigene wohlwollende Absicht war, denganzen Abend zur Zielscheibe des Witzes diente. Der Hau-sirer führte gerade einen lebhaften Streit mit ihm, ob derspanische Hosenzeng vor den gascogner Strumpfhosen den Bor-zug verdiene, und der Wirth hatte so eben seinen Gästen umhereinen Wink gegeben, als wollte er sagen:Gebt Acht, meineHerren, jetzt werdet Ihr einen Spaß erlebe» l" als man Pferde-hufschlag auf dem Hofe vernahm und der Hausknecht mit eini-gen der neuesten, damals üblichen Flüche lmbeigernfcn wurde,um dem Rufe mehr Gewicht zu geben. Hausknecht und Kell-ner und die ganze Miliz des Wirthshanscs eilte hinaus, diesich von ihren Posten geschlichen hatten, um einige Brockenvon der im Zimmer geführten Unte>Haltung aufzuschnappcn.Der Wirth selber eilte ans den Hof, um seine neuen Gästegehörig zu begrüßen. Er kehrte sogleich zurück und fübrte sei-nen eigenen würdigen Neffen Michael Lambournc in's Zimmer,welcher ganz erträglich betrunken war und den Astrologen