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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Der Graf schritt zwei oder drei Mal mit ausgestreckterHand durch's Zimmer, wie Einer, der dem Winke eines Phan-toms folgt, welches ihn zu großen Thaten crmuthigt. Als ersich umwandte, sah er den Blick des Astrologen fest auf sichgeheftet und bemerkte, wie seine Augen scharf und forschendunter dem Schirmdache seiner buschigen Brauen hervorblick-ten. Leiccster's stolzes und argwöhnisches Gemüth fing so-gleich Feuer. Er stürzte aus dem fernsten Winkel des hohenGemaches auf den Greis zu, und blieb erst stehen, als seineausgcstreckte Hand kaum noch einen Fuß von dem Körperdes Astrologen entfernt war.

Elender!" rief er,wenn Du wagst, ein falsches Spielmit mir zu spielen, so lasse ich Dir lebendig die Haut abzie-hen! Bekenne, daß man Dich gedungen hat, mich zu tau-schen und zu verrathcn daß Du ein Betrüger bist und ichDeine thörichte Beute!"

Der Greis zeigte einige Unruhe, doch nicht mehr, alsdas wüthcnde Benehmen seines Patrons auch bei dem Un-schuldigsten hätte Hervorbringen können-

Was soll diese Heftigkeit bedeuten, Mylord?" entgegneteer;wodurch kann ich dieselbe von Euch verdient haben?"

Gib mir den Beweis," sagte der Graf heftig,daß Dunicht mit meinen Feinden in Unterhandlung stehst."

Mylord," versetzte der Greis mit Würde,Ihr könntkeinen bessern Beweis davon haben, als den Ihr selber ge-wählt habt. In jenem Thurme habe ich die letzten vier-undzwanzig Stunden zugebracht, und Ihr selber habt denSchlüssel in Verwahrung gehabt. Die Stunden der Dunkel-heit habe ich damit zugebracht mit meinen trüben Augen nachden Himmelskörpern zu schauen, und während des Tages habeich dieses alte Gehirn angestrengt, um die Berechnung zu voll-