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sein Ellbogen war auf den Tisch gestützt, der vor ihm stand,ohne daß er sich des Eintritts oder der Gegenwart seinesGünstlings bewußt zu sein schien. Varney wartete einigeMinuten und war begierig ihn reden zu Horen und zu erfah-ren, welches die vorherrschende Stimmung seines Gemüthcssei, das im Laufe des Tages von so mächtigen und vielfachenGefühlen bestürmt worden war. Doch er wartete vergebens.Leicestcr blieb fortwährend stumm, und der Günstling sah sichgenöthigt, die Unterredung zu beginnen. „Darf ich Ew.Herrlichkeit zu dem verdienten Triumphe Glück wünschen,"sagte er, „den Ihr heute über Euer» furchtbaren Nebenbuh-ler erlangt habt?"
Leiccster erhob sein Haupt, und antwortete schwcrmllthig,doch ohne Unwillen: „Du Varney, dessen stete bereite Erfin-dungsgabe mich in ein Gewebe der niedrigsten und gefähr-lichsten Lügen verwickelt hat, weißt am Besten, ob hier Grundzu einem Glückwünsche vorhanden ist."
„Wie, Ihr wollt mich tadeln, Mylord?" fragte Varney,„daß ich nicht beim ersten Anlauf das Geheimniß verrieth,wovon Euer Glück abhängt, und dessen Bewahrung Ihr mirso oft und dringend an's Herz gelegt habt? Ew. Herrlichkeitwaren ja selber zugegen. — Ihr hättet mir widersprechenund Euch durch das Geständniß der Wahrheit zu Grunderichten können; doch gewiß konnte dies ein treuer Dienernicht ohne Euren Befehl thun."
„Ich kann cs nicht leugnen, Varney," sagte der Graf,indem er aufstand und durch's Zimmer schritt; „mein eigenerEhrgeiz ist an meiner Liebe zum Verräther geworden."
„Sagt vielmehr, Mylord, Eure Liebe sei zur Verrätherinan Eurer Große geworden und habe Euch von einer solchenAussicht der Ehre und Macht ausgeschlossen, wie die Welt sie