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„Nun in der That, gnädigste Frau," erwiderte Snssex,„von einem alten Soldaten, wie ich bin, dürft Ihr nicht er-warten, daß er den Scheingefechten das Wort rede, wenn siemit ernsthaften Kämpfen verglichen werden. Dennoch wünscheich William Shakspeare nicht gern etwas Böses. Ungeachtetder arme Kerl hinkt, so stellt er doch, wie man sagt, aufKnittel und Schwert seinen Mann und hat sich gegen die Wild-hüter des alten Sir Thomas Lucy von Charlecot wacker ge-halten, als er in seinen Park eingebrochen war und die Toch-ter des Aufsehers küßte."
„Halt, Mylord von Snssex," fiel die Königin ein; „dieSache ist vor Unserm Staatsrath zur Sprache gekommen undWir wollen nicht, daß sein Vergehen übertrieben werde. Esist von keinem Küssen die Rede, und der Angeklagte hat jetztvor Gericht geleugnet. — Doch was sagt Ihr zu seinen jetzi-gen Vorstellungen auf der Bühne? denn darauf kommt es anund nicht auf seine früheren Verirrungen, Einbrüche in Thier-garten, und die übrigen Thorheiten, wovon Ihr redet."
„Nun, wie gesagt, Madame," erwiderte Snssex, „ichwünsche dem närrischen tollen Burschen nichts Böses. Einigevon seinen Teufelspoesien klangen mir im Ohr, als ob sie in'sFeld zum Ausmarsch bliesen; aber daun ist Alles wieder eitelSchaum und Thvrheit — kein Ernst, kein Gewicht darin, —wie Ihre Majestät schon sehr richtig angedeutet haben. Was be-deutet denn ein halbes Dutzend lumpiger Burschen mit rosti-gen Schwertern und zerbrochenen Schilden, die nur zum Scherzfechten, gegen das königliche Spiel einer Bärenhetze, die Ihrgleich Euren königlichen Vorfahren in Euren besonder» Schutzgenommen habt? — Spiele, die durch ihre unvergleichlichenBullenbeißer und ihre kühnen Bärenwärter in der ganzenChristenheit berühmt geworden sind. Es ist sehr zu befürchten,