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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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tigkeit des Herzens wünsche, ihr treu und mit mehr Fähigkeitzu dienen, als dem armen Thomas Radcliffe verliehen ist,"

Dann faltete er seine Hände und schien einige Secundenin stillem Gebete zuzubringen. Hierauf nahm er den Trankin die Hand und richtete einen Blick auf Wayland, womit erin seine Seele zu schauen beabsichtigte, welcher aber keineAengstlichkeit oder Bedenklichkeit in dem Gesichte und demBenehmen des Künstlers hcrvorbrachte.

Hier ist nichts zu fürchten," sagte Sussex zu Tressllian,und trank die Arznei ohne weiteres Bedenken aus.

Jetzt muß ich Eure Herrlichkeit bitten," sagte Wayland,Euch so bequem als möglich zur Ruhe zu legen, und Euch,meine Herren, so still und stumm zu bleiben, als wachtet Ihran dem Todenbette Eurer Mutter."

Der Kämmerer und der Secrctär zogen sich dann zurück,und crtheilten Befehle, daß alle Thürcn verriegelt und allesGeräusch im Hause vermieden werde. Mehrere Edellente wach-ten freiwillig in der Halle, aber in dem Krankenzimmer desGrafen Niemand außerdem Kammerdiener Stanley, demKünst-ler und Tressllian. Bald wurde erfüllt, was Schmied Way-land vorhergesagt hatte, und der Graf verfiel in einen so fe-sten Schlaf, daß die, welche an seinem Bette wachten, zufürchten begannen, er möge in seinem geschwächten Zustandedahinscheiden, ohne aus seinem Schlaf zu erwachen. SelbstSchmied Wayland schien ängstlich zu werden, befühlte leisevon Zeit zu Zeit die Schläfe des Grafen, und achtete be-sonders auf den Athemzug desselben, welcher voll und tief,aber zu gleicher Zeit ruhig und ununterbrochen war.