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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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und ihren Manieren lag ein auffallender Contrast- Der Aeltereschien ein Mann von Stande zu sein, im besten Lebensalter, ineinfacher militärischer Kleidung, von wohlproportionirtcm Kör-perbau und mit Gestchtsziigen, die gesunden Verstand ohne diegeringste Beimischung»»» Lebhaftigkeit und Phantasie vcrriethen.Der Jüngere, der etwas über zwanzig Jahre alt zu sein schien,trug eine Kleidung von lebhaften Farben, wie sie damals vonEdellente» getragen wurde- Sein Mantel von carmoisinrothemSammet war reich mit Tressen und Stickereien verziert; seinBaret war von derselben Farbe, und mit einer goldenen,durch ein Medaillon znsammengehaltcnen Kette dreimal um-schlungen. - Sein Haar war aufwärts gekämmt, wie cs heutzu Tage bei unser» jungen Herren der Fall ist; er trug sil-berne Ohrringe, von denen jeder mit einer großen Perle ver-sehen war. Sein Wuchs war schön und regelmäßig, undseine lebhaften Zuge schienen einen festen und unternehmendenGeist, sowie tiefe Dcnkkraft und Entschlossenheit auszudriicken.

Die beiden Cavaliere ruhten fast in derselben Stellung nebeneinander auf einer Bank, doch schien jeder in seine eigenenGedanken versenkt, und blickte auf die gegenüber-stehende Wandhin, ohne mit seinem Gefährten zn reden. Die Blicke des Ael-'teren waren von der Art, daß man bemerken konnte, er sehean der Wand nichts weiter, als die Seite einer alten, mitMänteln, Schilden, Hirschgeweihen, alten Rüstungen, Parti-sanen und ähnlichen Gegenständen behangencn Halle. Der Blickdes jüngeren Edelmannes hatte etwas Schwärmerisches an sich;er war in Träumereien versunken, und der leere Raum zwischenihm und der Wand schien eine Bühne zu sein, auf welcher seineEinbildungskraft ihre eigenen dramatischen Personen anftretenließ, nnd die ihn mit Erscheinungen unterhielt, von denen sehr-verschieden, welche die ihn umgebende Welt darbieten konnte.