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8 (1851) Kenilworth
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oder ihre eigene weibliche Laune (über welche Schwäche auchsie nicht erhaben war) cs erforderte. Mit Feinheit zu han-deln das Spiel stets im Auge zu haben ein Interessedem andern gcgenüberzustellen den zu zügeln, der sich amhöchsten in ihrer Achtung glaubte, durch die Besorgniß, die erhegen mußte, daß ein Anderer, ebenso vertranter Günstlingihn verdrängen möge, waren die Künste, welche sic währendihrer ganzen Regierung anwendcte, und die sie in den Standsetzten, bei allen ihren Schwächen den üblen Einwirkungen ihrerGünstlinge auf die Regierung und ihr Königreich vorzubeugen.

Die beiden Edellentc, welche damals als Nebenbuhler inihrer Gunst standen, besaßen ganz verschiedene Ansprüche ansdieselbe; doch konnte man im Ganzen sagen, daß der Graf vonSusscx ihr als Königin größere Dienste geleistet, während Lei-cester ihr, dem Weibe, am thencrsten war. Sussex hatte alsKrieger in Irland und Schottland, und besonders bei der gro-ßen nördlichen Rebellion im Jahre 1L6S, die größten Theilsdurch seine militärischen Talente unterdrückt wurde, großeDienste geleistet. Natürlich schlossen sich nun Alle, die durchWaffen zu Ehre und Anschn zu gelangen strebten, an ihn an.Ueberdics war der Graf von Sussex ans einem älteren und vorneh-mer» Gcschlechte, als sein Nebenbuhler, und zugleich Stammhal-ter der Fitz Walters und der Radcliffes. Leicesters Wappenschildwar dagegen durch die Gräuel seines Großvaters, jenes herrsch-süchtigen Ministers Hcinrich's des Siebenten befleckt, und kaumdurch seinen Vater, den unglücklichen, am 22. August 15 L 3 ansdem Towerhügel Hingerichteten Dudlcy, Herzog von Northum-berland, etwas gereinigt worden. Hinsichtlich der Gestalt, Gc-sichtsbildung undAnmuthdieser an dem Hofe einer Herrscherinso furchtbaren Waffe besaß Leiccster mehr als hinreichendeVorzüge, um den kriegerische» Verdiensten, der hohen Abkunft