Eile Euch in unsere demüthige Wohnung zu Say's Court,in der Nähe von Deptfort, zu begeben, wo wir weitermit Euch über Gegenstände verhandeln wollen, die wirnicht geeignet halten, dem Papier anzuvertrauen. Undso sagen wir Euch ein herzliches Lebewohl, und verblei-ben Euer liebender und dienstwilliger Vetter
Radcliffc, Graf von Sussex."
„Führe sogleich den Boten herauf, Will Badger," sagteTressilian, und rief, als der Mann in's Zimmer trat: „Ei,Stevens, seid Ihr es? Wie geht es dem guten Lord?"
„Schlecht, Herr Tressilian," war des Boten Antwort,„und daher bedarf er um so mehr seiner guten Freunde."
„Doch welches ist Mylords Krankheit?" fragte Tressilianängstlich. „Ich hörte nicht, daß er sich übel befindet."
„Ich weiß nichts weiter, Herr," versetzte der Diener, „alsdaß er sich sehr unwohl befindet. Die Aerzte wissen nicht,was sie daraus machen sollen, und Biele im Hanse argwöh-nen ein Bubenstück — Hexerei oder noch etwas Schlimmeres."
„Welche Symptome zeigen sich denn?" fragte Waylandwelcher hastig hervortrat.
„Wie meint Ihr?" fragte der Bote, welcher die Bedeu-tung dieser Frage nicht verstand.
„Worüber klagt er?" fragte Wayland, „worin bestehtsein Unwohlsein?"
Der Bote blickte Tressilian an, als wünsche er zu wissen,ob er die Fragen des Fremden beantworten dürfe, und als ereinen bejahenden Blick erhielt, erzählte er, daß nach und nachseine Kräfte geschwunden, daß sich Nachts ein heftiger Schweißeingestellt, die Eßlust vergangen sei, daß er Mattigkeit ver-spüre u. s. w.