171
von der fruchtlosen Anstrengung dastand, während sich keinSchweißtropfen auf der gesprenkelten Stirn des Zwerges zeigte,die wie ein Stück trockenes und farbloses Pergament übereinen fleischlosen Schädel gespannt, aussah.
„Sage mir, Du boshafter Zwerg, warum Du mich sobehandelst?" rief Tressllian; „oder warum Du mir ein sothörichtes Märchen anfbinden wolltest? Wenn Du mir dieseSchmiede im Ernste zeigen willst, so gebe ich Dir so viel,daß Du Dir den ganzen Winter hindurch Aepfel dafür kau-fen kannst."
„Und wolltet Ihr mir einen ganzen Obstgarten vollAepfel geben," sagte Dickie Sludge, „so halte ich Euchnicht besser führen können, als ich gcthan habe- Legt dasSilberstück auf den platten Stein, pfeift dreimal und setztEuch dann an der westlichen Seite jenes Gebüsches nieder.Ich will neben Euch sitzen und es soll Euch erlaubt sein, mirden Hals umzudrehcn, wenn Ihr zehn Minuten später, nach-dem wir uns niedergesctzt haben, den Schmied nicht arbeitenhört.«
„Ich würde in Versuchung gerathen, Dich beim Wortzu nehmen," sagte Tresstlian, „wenn Du mich auch nur zuetwas halb so Lächerlichem bewogen hättest, um Deinen bos-haften Spott mit mir zu treiben- Doch ich will den Versuchmachen. — Hier binde ich also mein Pferd a» diesen aufge-richteten Stein — hier muß ich mein Silberstück niederlegenund dreimal pfeifen, sagtest Du nicht so?"
„Ja, aber Ihr müßt lauter pfeifen, als eine unbefiederteAmsel," sagte der Knabe, als Tresstlian das Geldstück niederge-lcgt hatte und halb beschämt über die Thorheit, die er beging,nicht allzulaut pfiff — „Ihr müßt lauter pfeifen, denn werweiß, wo der Schmied ist, den Ihr ruft! — Meinetwegen